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Wärmepumpen-NotdienstNRW

Außengerät und Aufstellung

Strenger Frost und Wärmepumpe: was normal ist

Draußen herrscht anhaltender, strenger Frost, die Heizkörper werden nur lauwarm, und im Display erscheint ein Hinweis auf Zusatzheizung. Das beunruhigt, kann aber das vorgesehene Verhalten sein. Je kälter die Außenluft, desto weniger Wärme liefert eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, und desto öfter springt Unterstützung an. Entscheidend ist, die Zeichen richtig zu lesen.

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Außengerät einer Wärmepumpe auf erhöhter Konsole im verschneiten Garten – Strenger Frost und Wärmepumpe: was normal ist

Warum Kälte die Wärmepumpe fordert

Je kälter die Außenluft, desto schwerer fällt der Wärmepumpe das Heizen.

Sie hebt Wärme von einem niedrigen auf ein höheres Temperaturniveau, und der Abstand zwischen beiden wird bei Frost größer. Das Gerät braucht mehr Strom für dieselbe Wärmemenge, und die Leistung sinkt, während der Bedarf des Hauses gleichzeitig steigt.

Dass eine Anlage an ihre Grenze kommt, ist technisch also vorgesehen und kein Mangel. Planer legen sie auf einen bestimmten Kältefall aus, und darüber hinaus gibt es Unterstützung durch einen Heizstab oder einen zweiten Wärmeerzeuger. Wie gut das im Einzelfall passt, hängt von Gebäude, Heizflächen und Einstellung ab und lässt sich nicht pauschal beantworten.

Heizstab und zweiter Erzeuger übernehmen

  1. Bei Frost kann die Regelung Hilfe zuschalten. Viele Anlagen besitzen einen elektrischen Heizstab, der das Heizwasser nachwärmt, wenn die Wärmepumpe allein nicht reicht. Das zeigt die Regelung mit einem Symbol oder dem Hinweis Zusatzheizung an. Der Stab erwärmt das Wasser direkt mit Strom und wird nur bei Bedarf zugeschaltet.

  2. Bei einer Hybridanlage übernimmt ab einem festgelegten Punkt der Gas- oder Ölkessel. Fachleute nennen diesen Schaltpunkt Bivalenzpunkt. Dort wechselt die Regelung vom reinen Wärmepumpenbetrieb zum gemischten Betrieb oder zum Kessel allein. Welcher Erzeuger gerade heizt, erkennen Sie am Display, und der Beitrag zur Hybridheizung erläutert die Anzeige.

  3. Wie ein solcher Notbetrieb aussieht und woran Sie ihn von einer Störung unterscheiden, beschreibt der Text über den Heizstab im Notbetrieb. Läuft die Zusatzheizung nur in den kältesten Stunden und endet sie danach wieder, ist das Teil der Planung. Bleibt sie dauerhaft aktiv, obwohl es nicht mehr so kalt ist, sollte die Fachkraft hinsehen.

Was Sie bei Frost prüfen und tun können

Beginnen Sie mit dem Außengerät, ohne es zu berühren.
Reif und dünnes Eis sind normal, ein Dampfwölkchen beim Abtauen ebenso. Schaufeln oder fegen Sie losen Schnee und Laub aus dem Bereich vor dem Gerät, damit die Luft strömen kann. Bleibt dicker Eis am Gehäuse oder hängt Eis am Lüfter, gehört das in Fachhände, und am Eis selbst wird nichts bearbeitet.
Danach schauen Sie ins Haus.
Stehen alle Thermostatventile offen, und ist keine Tür dauerhaft geöffnet? Notieren Sie, welche Betriebsart das Display zeigt, ob eine Zusatzheizung aktiv ist und wie der Druck am Manometer des Heizkreises steht. Die Heizkurve schauen Sie nur an und notieren sie, verstellt wird sie nicht. Sie ist gerade bei Frost eine Sache der Fachkraft.
Ein paar Gewohnheiten helfen dem Haus durch die Kälte.
Halten Sie Fenster und Türen geschlossen, ziehen Sie Vorhänge nicht vor Heizkörper und vermeiden Sie große Absenkungen der Raumtemperatur, die später mühsam aufgeholt werden müssen. So arbeitet die Anlage gleichmäßiger, und der Heizstab muss weniger oft einspringen.

Wenn die Heizung bei Frost nicht mehr reicht

  • Wenn die Räume trotz Zusatzheizung kalt bleiben, liegt womöglich mehr als normale Frostwirkung vor. Dann kommen Störungen infrage: ein blockierter Luftweg, ein vereistes Gerät, ein defekter Heizstab oder Luft im Heizkreis. Die Seite zu den kalten Räumen fasst zusammen, was sich selbst prüfen lässt.

  • Besonders ernst ist ein Fehlercode im Display oder ein vollständiger Stillstand. Notieren Sie den Code und fotografieren Sie die Anzeige. Der Einschaltversuch am Sicherungsautomaten im Zählerschrank ist höchstens einmal erlaubt, und löst er erneut aus, bleibt er aus. Ebenso wird die Entstörtaste höchstens einmal gedrückt, und der Ablauf richtet sich ganz nach der Bedienungsanleitung.

  • Steht die Heizung bei Frost still, sollten Sie früh handeln, denn auskühlende Räume und Leitungen bergen ein Risiko. Rufen Sie an und schildern Sie Wärmepumpenart, Anzeige und Beginn der Störung. Der Betrieb aus der Region klärt anschließend die Ursache am Gerät. Für Notizen am Telefon hilft Ihnen der Beitrag zum Fehlercode der Wärmepumpe.

Merkliste für Frosttage

  • Bei strengem Frost sinkt die Leistung der Luft-Wasser-Wärmepumpe, und Heizstab oder zweiter Erzeuger helfen planmäßig mit.
  • Reif, dünnes Eis und Dampf beim Abtauen sind normal, dicker Eispanzer oder Eis am Lüfter nicht.
  • Losen Schnee und Laub ausschließlich im Vorfeld entfernen und das Eis am Gehäuse in Ruhe lassen.
  • Thermostate offen lassen, Display ablesen, Druck notieren und die Heizkurve nur ansehen, nicht verstellen.
  • Bei Fehlercode, Stillstand oder dauerhaft kalten Räumen den Fachbetrieb rufen und die Anzeige bereithalten.

Luft-Wasser, Sole oder Hybrid: ein Anruf.

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