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Wärmepumpen-NotdienstNRW

Störung verstehen

Heizung nach Stromausfall: Wärmepumpe bleibt aus

Das Licht geht wieder an, der Kühlschrank brummt, nur die Heizung bleibt still. Nach einem Stromausfall startet eine Wärmepumpe nicht immer von allein im selben Moment. Dahinter kann eine Schutzzeit stecken, manchmal ein ausgelöster Automat oder eine Meldung der Regelung. Mit wenigen Blicken lässt sich eingrenzen, was vorliegt.

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Hand zeigt im Zählerschrank auf den Sicherungsautomaten der Wärmepumpe – Heizung nach Stromausfall: Wärmepumpe bleibt aus

Warum die Wärmepumpe nach Stromausfall nicht sofort anläuft

  • Eine Wärmepumpe darf nach einem Stillstand nicht augenblicklich wieder starten. Der Verdichter arbeitet gegen einen Druck im Kältekreis, der sich erst ausgleichen muss. Eine Schutzzeit in der Regelung verhindert, dass er unter Last anläuft. Sie beträgt je nach Gerät eine kurze Pause, in der nichts passiert, aber auch nichts defekt ist.

  • Hinzu kommt die Regelung selbst. Beim Wiedereinschalten fährt sie hoch, liest Fühler ein, prüft Pumpen und Ventile und gibt dann erst die Wärmepumpe frei. Das Display leuchtet schon, während die Anlage noch wartet. Wer zu früh nachschaut und nichts hört, hält den Zustand leicht für einen Defekt, obwohl nur die Startfolge noch läuft.

  • Ein dritter Faktor ist die Sperrzeit des Netzbetreibers. Fällt das Ende des Stromausfalls in eine solche Phase, bleibt die Anlage zusätzlich gesperrt. Wie sich das zeigt, erklärt der Text zur EVU-Sperre. In beiden Fällen ist Abwarten richtig, solange das Display weder einen Code noch eine Störung anzeigt.

Was Sie im Haus nach dem Stromausfall ansehen können

Beginnen Sie am Display der Wärmepumpe.

Leuchtet es, lesen Sie Betriebsart und Meldung ab und notieren sie. Bleibt es dunkel, fehlt der Anlage vermutlich weiterhin Spannung. Dann lohnt der Blick in den Zählerschrank. Dort sitzen Automaten für die Wärmepumpe, bei getrenntem Zähler gegebenenfalls in einem eigenen Feld. Ein heruntergeklappter Hebel zeigt, dass der Automat ausgelöst hat.

Schauen Sie außerdem, ob andere Stromverbraucher im Haus ordentlich laufen. Hat nur ein Teil des Hauses wieder Strom, liegt das Problem in der Elektroinstallation und nicht an der Wärmepumpe. Auch ein Fehlerstromschutzschalter kann ausgelöst haben. Solche Fälle gehören einer Elektrofachkraft, die gleiche Vorsicht gilt wie bei Eingriffen an der Anlage selbst.

Wenn die Regelung nach dem Stromausfall eine Störung zeigt

  1. Ein Stromausfall kann Einstellungen und Betriebsarten durcheinanderbringen. Manche Regler setzen sich auf Werkseinstellungen zurück, andere verlieren Uhrzeit und Zeitprogramme. Prüfen Sie am Display, ob Datum und Uhrzeit stimmen und ob die Betriebsart noch Heizen und Warmwasser anzeigt. Falsche Zeitprogramme erklären kalte Phasen, ohne dass ein Fehler vorliegt.

  2. Außerdem können Sicherheitsfunktionen angesprochen haben. Wenn der Druck im Heizkreis nach dem Ausfall zu niedrig ist oder die Pumpe nicht anläuft, meldet die Regelung Störungen wie Durchflussmangel. Der Blick aufs Manometer gehört deshalb dazu. Ursachen und Hintergründe finden Sie im Beitrag zum zu geringen Durchfluss, der sich auf solche Meldungen bezieht.

  3. Entstören dürfen Sie nur, falls die Bedienungsanleitung es vorsieht, und zwar genau einmal. Nehmen Sie keine Einstellungen in Fach- oder Servicemenüs vor und öffnen Sie keine Gehäuse. Bleibt die Meldung bestehen, ist der Fehlerspeicher gefragt, den nur der Fachbetrieb auswerten sollte. Er zeigt, ob der Ausfall selbst einen Schaden verursacht hat.

Wann Heizung und Warmwasser nach Stromausfall Hilfe brauchen

Bleibt die Anlage auch nach einer ausreichend langen Pause aus, obwohl Strom anliegt, ist das ein Grund zum Anrufen. Das gilt ebenso bei dauerhaftem Fehlercode, einem Automaten, der wiederholt auslöst, oder wenn der Speicher dauerhaft kalt bleibt. Die Seite zur Wärmepumpe, die nicht läuft zeigt die weiteren Schritte im Überblick.
Bei Frost lohnt Aufmerksamkeit, weil ein längerer Stillstand die Räume auskühlen lässt. Halten Sie Türen und Fenster geschlossen, damit die vorhandene Wärme im Haus bleibt. Ein Heizstab im Notbetrieb kann die Anlage unterstützen, falls die Regelung ihn zuschaltet. Was dabei zu beachten ist, steht im Beitrag zum Heizstab im Notbetrieb.
Für die Vermittlung eines Fachbetriebs aus der Region genügen die Angaben zu Wärmepumpenart, Anzeige im Display, Zustand der Automaten und dem Zeitpunkt des Stromausfalls. Der Betrieb prüft Elektrik, Regelung und Fühler und stellt fest, ob der Ausfall etwas beschädigt hat. Bezahlt wird unmittelbar beim Betrieb, ohne Umweg über uns.

Merkliste nach dem Stromausfall

  • Eine Schutzzeit des Verdichters verzögert den Start nach dem Stromausfall, ohne dass ein Defekt vorliegt.
  • Lesen Sie Display, Uhrzeit und Betriebsart ab, denn Zeitprogramme können durch den Ausfall verstellt worden sein.
  • Ein ausgelöster Automat im Zählerschrank wird höchstens einmal wieder eingeschaltet, löst er erneut aus, bleibt er aus.
  • Sicherungen drehen Sie nie heraus, und Gehäuse, Platinen und Servicemenüs bleiben unangetastet.
  • Läuft die Anlage trotz Strom nicht an oder bleibt ein Code stehen, notieren Sie beides und rufen Sie an.

Räume kalt, Speicher leer? Anrufen.

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